Gut zu wissen Was sind Infektionsschutzhelfer?

Deutschland braucht mindestens eine Million Infektionsschutzhelfer. Jetzt. Zur Vorbereitung auf den Tag, an dem wir alle zur Arbeit zurückkehren. Doch was macht ein Infektionsschutzhelfer eigentlich? In diesem Artikel erfahren Sie es und lernen die wichtigsten Aufgaben kennen.

Was sind Infektionsschutzhelfer?

Für die Umsetzung von Schutzmaßnahmen zur Arbeitssicherheit gibt es in größeren Unternehmen und Betrieben sogenannte „Fachkräfte für Arbeitssicherheit“. Sie sind in der Lage, Gefährdungen für die Gesundheit von Mitarbeitenden zu erkennen. Und sie erarbeiten gemeinsam mit der Unternehmens- bzw. Standortleitung Maßnahmen, um diese zu überwinden.

Infektionsschutzhelfer verfügen über die wichtigsten Grundkenntnisse in der Verhinderung von Ansteckungen am Arbeitsplatz. Sie wissen über die elementaren Erfolgsfaktoren des Arbeitschutzes Bescheid. Sie können die Unternehmensleitung bei der Ausarbeitung von Betriebsanweisungen unterstützen und damit für verbindliche Verhaltensregeln am Arbeitsplatz sorgen.

Die Ausbildung zum Infektionsschutzhelfer dauert 20 Minuten. Sie beinhaltet einen interaktiven Online-Kurs plus eine Prüfung. Sie erhalten ein Zertifikat über Ihre erworbenen Kenntnisse.

Infektionsschutzhelfer erkennen potenzielle Infektionsherde

Worin besteht eigentlich die Gefahr von Infektionen? Müssen Tastaturen und Türklinken täglich desinfiziert werden? Besteht eine Ansteckungsgefahr im Meeting? Können Viren an der frischen Luft – zum Beispiel auf einer Baustelle oder beim Überreichen von Gegenständen – übertragen werden?

Als Infektionsschutzhelfer sind Sie in der Lage, potenzielle Infektionsherde zu identifizieren. Mit Augenmaß und Fachwissen. Mehr noch: Sie können Schutzmaßnahmen erarbeiten. Was muss im Büro wie häufig und zu welchen Anlässen desinfiziert werden? Welche Verhaltensregeln gelten auf Baustellen oder an Verkaufsstellen?

Infektionsschutzhelfer beraten ihre Vorgesetzten

Als Infektionsschutzhelfer (m/w/d)

  • beraten Sie Ihre Geschäftsleitung bzw. Ihre Vorgesetzten über die Vermeidung von Infektionen,
  • helfen Sie, neue Regeln und Verhaltensmaßnahmen zu erlassen und umzusetzen,
  • erarbeiten Sie Maßnahmen für die Umsetzung dieser Regeln und
  • unterstützen Ihre Kollegen und Kolleginnen bei der Durchführung der Maßnahmen.

Sie sind eine nachweislich qualifizierte Person, die sich in der Einhaltung von Infektionsschutzregeln fortgebildet hat. Außerdem sind Sie in der Lage, Vorsorgemaßnahmen zu treffen und diese gemeinsam mit anderen im Unternehmen umzusetzen.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zu einer Hygienefachkraft?

Bislang gibt es in Deutschland eine Ausbildung zur Hygienefachkraft. Doch diese Ausbildung dauert ein bis zwei Jahre. Diese Zeit haben Unternehmen nicht. Wir alle müssen schnell und pragmatisch handeln. Um jede Verwechslung mit bestehenden Ausbildungsberufen zu verhindern, haben wir einen neuen Begriff ins Leben gerufen: Infektionsschutzhelfer.

Sind 20 Minuten Ausbildung nicht viel zu wenig?

Natürlich wäre es wünschenswert, jetzt in jedem Unternehmen eine ausgebildete Hygienefachkraft zu haben. Doch das ist unrealistisch. Als Wirtschaft und Gesellschaft haben wir nur wenige Tage Zeit, um uns auf den Tag X vorzubereiten: Den Tag, an dem Unternehmen in ganz Deutschland Schritt für Schritt ihre Arbeit wieder aufnehmen. Als Gesellschaft müssen wir möglichst viele Menschen ausbilden!

Warum keine hochqualifizierten Fachkräfte?

Selbst wenn wir mehrere tausend Hygienefachkräfte in Sofortkursen ausbilden lassen könnten, wäre das zu wenig. Millionen von Arbeiternehmer*innen kehren in wenigen Tagen an ihren Arbeitsplatz zurück.

  • Was dann nicht hilft: Hochspezialisierte Fachkräfte in wenigen Unternehmen zu haben.
  • Was wir brauchen: Qualifizierte Infektionsschutzhelfer in möglichst vielen Unternehmen.

In die Konzeption unserer Schulung haben wir unser gesamtes Know-how aus der Arbeitsmedizin und dem Arbeitsschutz einfließen lassen. Und uns eine zentrale Frage gestellt: Was sind die wichtigsten Grundsätze, die wir möglichst vielen Menschen in kürzester Zeit nachweislich vermitteln müssen?